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(2) Zur Umkehr gezwungen

  • Frank Derricks
  • Kurzinformation, Projekt, Tagebuch
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Mittwoch, 31. Januar 2018: Alpirsbach – Gutach (28,7 km)

Pünktlich zur Pilgerzeit verlassen wir um 8 Uhr unsere „Herberge“ in Alpirsbach und laufen bei aufgehender Sonne am linken Ufer oberhalb der Kinzig talauswärts. Nebelschwaden ziehen ins Tal. Bereits vor dem Erreichen von Schiltach schmerzen Schultern und Nacken wieder. Wie soll ich das nur ertragen? Gewöhnt sich der Körper daran?

Vor dem Anstieg zur Jakobskapelle ändere ich fast alle möglichen Einstellungen am Rucksack. Schultergurte gelockert und die Schmerzen verschwinden. Als ob es ein Zeichen wäre: Mach Dich locker, Frank.

An der wunderschönen Kapelle sind wir die einzigen Menschen und wir verzichten darauf, im Haus daneben nach einem Stempel zu fragen: Mittags- und Gebetsruhe. Ein paar hundert Meter weiter versperren uns mehrere umgestürzte Bäume den Weg und wir sind zur Umkehr gezwungen.

Der Umweg ist glücklicherweise nur gering und über einen schmalen Pfad erreichen wir wieder das Tal. Ca. 25 km liegen hinter uns und jetzt geht es nochmals steil bergauf. Hermine ist sehr still geworden. Nach einem ebenso steilen Abstieg über eine Teerstraße erreichen wir den Rommelehof, unser Nachtlager. Hier werden wir von der Familie Müllerleile mit einem deftigen Vesper verwöhnt und können uns gut erholen.